Kreislaufwirtschaft

Das Produktdesign und die Gestaltung von Produktionsprozessen und Lieferketten werden nach dem Cradle-to-Cradle Prinzip ausgerichtet. Wenn eine Idee weiterentwickelt wird, gucken wir uns den kompletten Produktzyklus und dessen Auswirkungen an. Für den biologischen Kreislauf und den Produktkreislauf haben wir verschiedene Methoden und Prozesse entwickelt, um einen möglichst geringen Fußabdruck bei Ressourcenentnahme und Emissionen zu hinterlassen.

Auf der biologischen Seite ist unser größtes Projekt der KarmaGarten: der erste perfekte Kreislauf der Getränkebranche. Nach der Produktion der Erfrischungsgetränke haben wir eine Masse an ausgekochten Bio-Rohstoffen, quasi wie ein riesen Teebeutel. Diese Reststoffe sind wertvolle Nährstofflieferanten und deshalb viel zu schade für den Müll. Stattdessen führen wir sie Hochbeeten und dem Kompost zu. Daraus wuchsen in diesem Sommer nicht nur neue Minze, sondern auch Gemüse und Obst für alle Freunde des KarmaKollektivs. 

Der Produktkreislauf bildet den Weg der Rohstoffe durch die Produktion, Verpackung und Transport in den jeweiligen Behältnissen ab. Der Kernpunkt dieses Kreislaufs ist die Nutzung von Mehrweggebinden und Systemen. Unsere Mehrweggläser können bis zu 50 mal wiederverwendet werden. Durch das Spülen und die Wiederverwendung bleiben wertvolle Ressourcen in einem geschlossenen Kreislauf. Abseits der Mehrweggläser arbeiten wir mit Mehrwegeimern für Kaffeelieferungen, für die Gastronomie und Unverpackt-Läden, um auch hier Plastikmüll zu sparen, den herkömmliche Verpackungsformen mit sich bringen.

Um die Effekte der Kreislaufwirtschaft im Vergleich zu herkömmlichen Plastikbehältnissen für Tee und Kaffee zu beleuchten, arbeiten wir gerade an einer Bilanz der Gläser und Eimer. Stay tuned!

Fairer Handel

Wir haben uns gefragt wieso es in einer globalisierten Welt immer noch so viel finanzielles Ungleichgewicht und Ungerechtigkeit gibt. Wir mussten was machen  und wollten das zumindest im kleinen ändern. Unser Teil in der Neugestaltung von globalem Handel ist zwar klein, aber er funktioniert. Und was im Kleinem funktioniert verdient auch auf großer Ebene eine Chance.

Seit langem sind wir Verfechter der Theorie von Prof. Faltin und dem Prinzip des direkten und transparenten Handels und sehen darin eine Antwort. Indem wir Zwischenhändler umgehen und deren Margen einsparen, profitieren alle in der Lieferkette: die Bauer:innen bekommen von Anfang einen einen Premiumpreis, die Umwelt freut sich über die Einsparung unnötiger Transportwege und der/die Kund:in bekommt ein Premiumprodukt zum guten Preis.

Alles in allem eine feine Sache und für uns das Modell der Zukunft. Neben den hier vorgestellten Projekten, gibt es auch noch weitere, die wir in den Produkten näher beleuchten. Falls auch du unterstützenswerte Projekte im In- und Ausland kennst, schreib uns einfach eine kurze Nachricht. Wir sind immer auf der Suche nach neuen Tee- und Kaffeeschätzen.

Bühne frei für unsere Projekte:  

CAC La Florida

Im Jahr 1996 traf sich eine Gruppe von Kaffee anbauenden Kleinbauern*Bäuerinnen aus der peruanischen Chanchamayo-Region, um die Cooperativa „Agraria Cafetalera La Florida (CAC La Florida)“ zu gründen und damit lokale Zwischenhändler zu umgehen. Ihre Anstrengungen brachten seitdem die dringend notwendige Ausbildung, Infrastruktur, Kredite sowie die Wiederherstellung des ökologischen Gleichgewichts an dieses abgelegene Fleckchen Erde im peruanischen Dschungel.

UCA Miraflor

Der Kooperativenverband UCA Miraflor hat 420 Mitglieder, die sich unter anderem mit biologischem Kaffeeanbau und Ökotourismus beschäftigen. Mit dem Fairhandels-Fonds unterstützt die UCA Miraflor ihre Mitglieder mit technischer Assistenz, Weiterbildungen, Mikrokrediten und der Vermarktung des Kaffees sowie dem Marketing für die Ökotourismus-Projekte. Wir beziehen unseren Honey Kaffee über das Frauenprojekt, welches Teil der UCA Miraflor aus Nicaragua ist. Viele Produzentinnen besitzen eigene Parzellen oder bewirtschaften als Kollektive gemeinsames Land und ermöglichen sich somit ein unabhängiges und höheres Einkommen. In Kooperation mit Café Chavalo EG. 

Bio-Ranch Zempow

Der Bezug von Tee/Kaffee-Rohstoffe kann häufig aufgrund der Anbaumöglichkeiten bzw. der klimatischen Bedingung nicht regional stattfindenAnders ist es bei unserem Hanftee. Diesen beziehen wir von der Bio-Ranch Zempow (Brandenburg). Die Einhaltung einer konsequenten Fruchtfolge und der ökologisch nachhaltige Umgang mit der Ackerfläche fördern die Entwicklung und Fruchtbarkeit des Bodens. Der biodynamische Anbau gewährleistet die vollendete Qualität und einen einzigartigen Geschmack.

Meta Mate

Bei unserem Handel mit unserer Wilden Mate arbeiten wir Hand in Hand mit Meta Mate, welche sich das Ziel gesetzt haben, die beste Mate anzubieten und dadurch auch die Lebensqualität der Familien, die unsere Mate produzieren, zu wahren und zu erhalten. Meta Mate steht für eine offene neue Art, Geschäfte zu machen und dabei an den Grundsätzen des Fair Trust festzuhalten. Die Blätter unserer Wilden Mate werden mit der Hand geerntet wobei man viel Wert darauf legt, sicherzustellen, dass den Bäumen während dieses Prozesses kein Schaden zugefügt wird, indem man nur reife Blätter zur richtigen Zeit erntet. Mit großer Sorgfalt arbeiten wir auch während des Trocknungsprozesses, um die Nährstoffe und Aromen dieser kraftvollen Pflanze zu erhalten.

INKLUSION

Unser Herzensprojekt war von Anfang an die Integration von benachteiligten Menschen, um auch diesen Teil der Produktkreislaufs möglichst sinnstiftend zu gestalten. Zusammen mit den Berliner Werkstätten für Menschen mit Behinderung (BWB) können wir benachteiligten Menschen den Zugang zu Arbeit und damit gesellschaftliche Partizipation ermöglichen. Die Mission der BWB besteht darin Menschen auszubilden und für die Teilhabe am ersten Arbeitsmarkt zu schulen. Zeitgleich dient sie als Absicherung, falls es trotz professioneller Aus- und Weiterbildung zu Problemen bei erfolgreich vermittelten Stellen kommt.

ZERTIFIZIERUNGEN

Wir sind zertifiziert nach folgenden Siegeln.

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